Am Tag der offenen Ateliers der Uferhallen Berlin zieht ein hell erleuchtetes Fenster am Werkhof die Blicke der Besucher auf sich. Der Versuch das Atelier zu betreten scheitert jedoch an der verschlossenen Tür.

 

Der Raum wird zum Schaukasten und suggeriert ein komponiertes und hermetisches Bild, auf dem man den Blick schweifen lässt.

Mitten im Raum steht ein massives Regal in dem geometrische Kuben und Blöcke abgestellt sind, weitere hängen an der Wand oder stehen am Boden.

Dazwischen sind diverse Utensilien und Gegenstände drapiert.

Ähnlich einer Warenpräsentation im Schaufenster führen Peter Dobroschke und Stefan Alber das Atelier als idealisierten Ort für autarke Prozesse und Erzeugnisse vor.

 

Den Atelierraum wirken und den Besucher außenvor zu lassen, ist vorallem eine Entscheidung, welche die aktuelle Situation der Künstler der Uferhallen Berlin aufnimmt.

Nachdem der Kulturstandort Uferhallen 2017 von Investoren aufgekauft wurde, wollen diese nun das Ateliergelände durch Wohnraum erweitern und umnutzen.

Angeregt von den Architekturmodellen und Umbauplänen die den Künstlern im August 2018 vorgestellt wurden, haben die beiden Künstler alle Gebäude des denkmalgeschützten Geländes im Maßstab 1:500 nachgebaut.

Durch die Ablage der separierten Gebäudemodelle im Regal wird die Gesamtstruktur aufgelöst und jeder Gebäudebock mit seiner jetzigen Funktion zum Spielball.