Inspiriert von den schonungslosen Umbauplänen für das denkmalgeschützte Ateliergelände der Uferhallen in Berlin Wedding, welche den Mietern im Sommer 2018 vorgestellt wurden, haben Stefan Alber und Peter Dobroschke die Installation „Immobiliengarderobe“ entwickelt.

 

Durch eine Fensterfront blickt man in ein hell erleuchtetes Atelier.

Widersprüchlich zu den „offenen Ateliers“ mit denen die Ausstellung „Ufer Open“ angekündigt wurde, bleibt der Raum verschlossen und fungiert lediglich als Schaufenster.

 

In einem überdimensionalen Regal lagern geometrische Formen, welche an Holzbauklötze erinnern. Weitere Blöcke lehnen oder hängen an der Wand. Details wie die charakteristischen Zacken des Uferhallen-Sheddaches lassen auf den Nachbau der Hallen schließen. Alle Formen lassen sich zuordnen, es handelt sich hierbei um sämtliche Einzelgebäude des Geländes im Maßstab 1:500.

Gleich eines durcheinander geratenen Bausatzes lösen die beiden Künstler das Ensemble in den Etagen der Installation auf und lassen jeden Block als ein sich selbst behauptendes Objekt erscheinen. Persönlich gesammelte Gegenstände wie ein Möbelfuß, ein Graswedel oder ein angeschnittener Stein erweitern neben Werkzeug und profanem Inventar das Angebot.

 

Die Installation führt die Uferhallen als Spielball der Spekulantion vor und deren

Neuausrichtung unter Ausschluss der Öffentlichkeit ad absurdum.