Die Uferhallen  und sich solidarisierende Künstler*innen machen mit 20 Plakaten im U-Bahnhof Pankstraße und im Weddinger Stadtraum auf die Bedrohung der Uferhallen, einen der wichtigsten Berliner Produktionsorte für Kunst- und Kultur, aufmerksam.

Die Plakate sind sehr divers und spiegeln damit die Heterogenität künstlerischer Praxis auf dem Gelände: Sie verbinden politische Forderungen mit Poesie und entwerfen Utopien für das Areal, machen auf die Immobilienspekulationen aufmerksam oder kommunizieren die Forderungen der Künstler*innen für das Gelände. Die Plakate hängen ab Mitte Dezember im umliegenden öffentlichen Raum der Uferhallen. Vier Großplakate werden im U-Bahnhof Pankstraße ausgestellt.

 

 

Stefan Alber: Zur Nachahmung empfohlen! 2010/2020 ©Adrienne Goehler
Ein frisch plakatiertes Ausstellungposter suggeriert ein bevorstehendes Event. Doch beim genauen Betrachten enttarnt sich die vermeintliche Ankündigung als ein über 10 Jahre vergangenes Ereignis am Kulturstandort Uferhallen. Der Rückblick wird zur Zukunftsvision, die im derzeit regulierten öffentlichen Raum wesentlicher denn je erscheint.“Expedition in Ästhetik und Nachhaltigkeit“

Stefan Alber bedient sich hier einem Readymade aus der Historie der Uferhallen. Die Ausstellung „Zur Nachahmung empfohlen!“ der Kuratorin und Publizistin Adrienne Goehler war die erste Großausstellung mit internationaler Ausrichtung die unter anderem den Kunst- und Kulturstandort mit geprägt hat.
Mit dieser Rückschau weist Stefan Alber indirekt auf die aktuelle Lage und das Versäumnis des nachhaltigen Handelns hin, ist der Standort Uferhallen doch mittlerweile durch einen Privatinvestor bedroht und die Ausstellungshalle der kulturellen Nutzung entzogen.
Noch ist die Chance des Fortbestands und der Wiedereröffnung jedoch noch nicht verpasst und auch die Wanderausstellung „Zur Nachahmung empfohlen!“ durch die Covid19 Pandemie nur verschoben aber online zugänglich.

2010/2020 Zur Nachahmung Empfohlen! Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit ©Adrienne Goehler